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Starke Leistung von Andi

 

Österreichs Top-Laser-Segler machte bei der prestigeträchtigen Kieler Woche Werbung in eigener Sache und kehrt mit Rang vier zufrieden nach Österreich zurück.

 

Die Ausgangsposition versprach Dramatik pur: Andi hatte im finalen Medal Race noch Chancen auf den Gesamtsieg, alleine die Qualifikation für den prickelnden Showdown durfte nach der Nervenschlacht in den vergangenen Tagen als voller Erfolg verbucht werden.

Andi konnte den Klassiker punktegleich mit dem drittplazierten Kroaten Daniel Mihelic auf Rang vier beenden und damit seinen Aufwärtstrend, der bereits beim Weltcup vor Palma mit Rang acht augenscheinlich war, eindrucksvoll bestätigen. Im abschließenden Medal Race agierte der 31-Jährige mit viel Übersicht, segelte immer im freien Wind und kreuzte als Dritter die Ziellinie.

„Ich muss das Rad nicht neu erfinden, sondern lediglich das was ich kann richtig machen. Die Strategie hat auch hier sehr gut funktioniert, besonders erfreulich ist die stark verbesserte Bootsgeschwindigkeit auf den Vorwindkursen“,

frohlockt der Olympia-Zweite von Athen, der in einer Woche wieder nach Kiel zurückkehrt um sich mit der deutschen Nationalmannschaft auf die kommenden Aufgaben einzustimmen. Hinsichtlich der Europameisterschaft vor Landskrona (1.-7. August) möchte der zweifache Familienvater das Techniktraining weiter forcieren und vor allem die Füße an Boden behalten.

„Kiel war wichtig für das Selbstvertrauen, den Fehler mich auf diesem zugegeben sehr guten Ergebnis auszuruhen, werde ich aber sicher nicht machen.“

LASER, 153 Teilnehmer, 5 Wettfahrten + MR:

1. Paul Goodison                   GBR     6

2. Mike Bullot                        NZL      16

3. Daniel Mihelic                    CRO     17

4. Andreas Geritzer                 AUT     17 (2, 3, 4, 2, (OCS), 3)

43. Matthais Sailer                   AUT     58 (4, 15, 21, 19, (38)

 

 

Andi voller Tatendrang

Mit der Trofeo S.A.R. Princesa Sofia Trofeo feiert der neu installierte ISAF Sailing World Cup am Wochenende seine Europa-Premiere.

 

Österreichs Olympiaflotte, mit zehn SeglerInnen in fünf Klassen vertreten, will dabei an die letzten Übersee-Erfolge anknüpfen und zeigt sich durchwegs optimistisch. Neun olympische Bootsklassen, 780 Teilnehmer, 580 Boote, 48 Nationen - das sind die Eckdaten der Regatta vor Palma de Mallorca, die am Sonntag mit den ersten Wettfahrten beginnt und traditionell unter der Patronanz des spanischen Königshauses steht. Zum insgesamt 40. Mal wird um den Handschlag von König Juan Carlos und dessen Gattin Sophie, die am 10. April die Siegertrophäen überreichen, gewetteifert.

Andi, unser Laser-Ass , mittlerweile zweifacher Familienvater, kehrt erstmals nach den Olympischen Spielen in Peking in den Rennzirkus zurück und zeigt sich voller Tatendrang.

"Die Pause war notwendig und hat sehr gut getan, jetzt wird es aber Zeit, dass es wieder losgeht." In der Vorbereitung hinterließ der Olympiazweite von 2004 einen starken Eindruck, vor allem die Bootsgeschwindigkeit war ganz nach dem Geschmack des 30-jährigen Neusiedlers.

Ob in dem 159 Starter großen Feld nach der knapp sechsmonatigen Pause ein Spitzenplatz möglich ist? "Primär ist es eine Standortbestimmung, aber aufgrund der guten Trainingsleistungen sollte das Medal Race möglich sein."

 
Volle Kraft voraus.
Andi Geritzer drückt die Trainerbank, schindet Kondition und freut sich mit seiner Familie auf neuen Nachwuchs.
Das legitime Pausenjahr nach olympischen Spielen ist Schnee von Gestern, die OESV-Spitzensegler nehmen ab sofort Kurs auf Weymouth 2012.
Qingdao ist abgehakt, die Motivation deutlich spürbar: Österreichs Segel-Asse kehren Mitte Jänner wieder auf das Wasser zurück die letzten Tage Resturlaub dienen dem körperlichen wie mentalen Formaufbau. Unmittelbar nach Neujahr begann für Andreas Geritzer und Co. wieder der Trainingsalltag. Der Neusiedler nutzt das gefrorene Wasser vor seiner Haustüre um an seiner Fitness zu arbeiten. Neben der Kraftkammer und diversen Ausdauereinheiten ist Eishockey für den bald zweifachen Familienvater ein willkommener Konditionsbringer.
Nach dem Dreikönigstag wird das vorweihnachtliche Programm wieder aufgenommen, die Fortsetzung des Trainerkurses steht ebenso auf der Tagesordnung wie ein Besuch bei Günter Amesberger, der den Spitzenseglern bald ein Jahrzehnt sportpsychologisch zur Seite steht.
 
 

Andi Geritzer kann seinen Medaillentraum nicht erfüllen.

Für unseren Laser-Segler Andreas Geritzer sind die olympischen Regatten enttäuschend zu Ende gegangen.

Nach Platz fünf vor Sydney und der Silbermedaille 2004 in Athen reichte es für den Neusiedler diesmal nur zum 19. Endrang. Der Frust über die verpatzte Olympia-Regatta vor Qingdao ist groß:. "Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht an die Leistung von vor vier Jahren habe anknüpfen können. Es war schon vor den letzten drei Tagen klar, dass es keine Medaille mehr wird. Das Ziel waren die ersten Drei. Und wenn ich in der Serie merke, dass sich das Ziel nicht mehr ausgeht, dann werde ich sehr, sehr fehleranfällig und unkonstant in meiner Leistung. Dann bessert man nach, schraubt das Ziele runter und sagt sich, was jetzt zählt, sind die ersten Zehn. Aber das ist dann nicht mehr das, was man ursprünglich wollte, sondern nur noch etwas, das man im Nachhinein erreichen kann. Es war eine unkonstante, schlechte Leistung mit ein paar Höhepunkten", nahm er sich selbstkritisch in die Pflicht.

Der Sieg ging an den Briten Paul Goodison, der sich schon vor dem Medal Race Gold sicherte.

Andi wird nun erst einmal eine Pause vom Segeln machen. "Ich werde im Februar noch einmal Vater, darauf freue ich mich sehr. Ich werde weiterhin schwimmen, laufen, Rad fahren gehen, das Konditionstraining aufrechterhalten und Spaß dabei haben. Aber das Segeltraining wird jetzt einmal bis ins Frühjahr sehr zurückgeschraubt. Nach Athen habe ich wieder zur früh damit angefangen, ich habe vielleicht zu wenig pausiert nach den Spielen."


 

Andi möchte wieder Edelmetall 

Nach der Einkleidung durch das ÖOC und der Verabschiedung durch den Bundespräsidenten rückt das Ziel Peking und der Traum von einer neuerlichen Olympiamedaille näher.

Nach Sydney 2000 (Platz 5) und der historischen Silberfahrt vor Athen hat sich Andreas Geritzer zum dritten Mal für Olympische Spiele qualifiziert. Glücklich verheiratet und Vater des zweijährigen Ben Noah musste der Neusiedler zunächst hart um das Pekingticket raufen, hat seine Entsendung aber dank eines enorm starken Zielsprint mehr als gerechtfertigt.

Auch in den vorolympischen Saisonen 1999 und 2003 sah der Lasersegler wenig Land, ähnlich wie letztes Jahr, wo der 30-jährige Jungvater den Kopf nicht freibekam und nur wenig zusammenlief. Inzwischen hat der Neusiedler, der seine ersten Wasserstunden vom Arzt aufgrund einer Bronchitis verschrieben bekam und seit 24 Jahren als Solist die Weltmeere durchpflügt, Familie und Leistungssport perfekt unter einen Hut gebracht. Bei der traditionell stark besetzten Trofeo Princesa Sofia gelang Ende März nach einer zweijährigen Pleiten-Pech und Pannen Zeit mit Rang fünf der heiß ersehnte Umkehrschwung. Eine Spitzenleistung, die der gebürtige Wiener wenige Wochen später mit Platz drei vor Hyeres sogar noch überbieten konnte und in Medemblik als Fünfter zusätzlich unterstrich. Von Langzeitcoach Steven Johannessen, seit 1997 beim Österreichischen Segelverband unter Vertrag und einer der Erfolgreichsten seiner Zunft betreut, spricht Geritzer seinen neuerlichen Medaillenwunsch offen aus. Zum einen weil er wieder in Form ist um jeden biegen zu können, zum anderen, weil alles andere für einen Segler von seinem Format unglaubwürdig wäre. Nach dem Bootswechsel von Olympiasieger und Szene-Hero Robert Scheidt (BRA), der vor Qingdao im Starboot antritt, hat die Klasse mit Tom Slingsby einen neuen Überflieger. Der Australier, zweifacher Weltmeister und heuer fast immer und überall am Stockerl, hat den Druck gewinnen zu müssen. Den hat der Österreicher, der auch London 2012 mit Sicherheit ansteuert, nicht. 

Die Favoriten…

 ….sind allen voran der Weltranglisten-Erste und australische Superstar Tom Slingsby, Weltmeister 2007 und 2008 und WM-Zweiter 2006, der Olympia-Vierte von Athen und regierende Europameister Paul Goodison (GBR), sowie Vasilij Zbogar (SLO), Olympia-Dritter 2004 und WM-Vierter 2005 und 2008. Im 43 Boote starken Olympiafeld dürfen sich aber zumindest zehn weitere Segler seriöse Medaillenchancen ausrechnen. 

Time Table:

12. August          Race 1, 2

13. August          Race 3, 4

14. August          Race 5, 6

16. August          Race 7, 8

17. August          Race 9, 10

19. August          Medal Race

Das schlechteste Ergebnis kann gestrichen werden, die Top ten qualifizieren sich für das Medal Race, wo nicht gestrichen werden kann und doppelte Punkte vergeben werden.

Text Dominic Massano, ÖSV

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Andi in Hyeres am Stockerl

Die heimische Olympia-Armada könnte rekordverdächtige Ausmaße annehmen: Andreas Geritzer kann nach der Olympischen Woche seine weitere Planung auf Peking ausrichten.  

„Ich habe nie an ein Scheitern gedacht, trotzdem ist die Erleichterung riesengroß. Die Woche war vor allem mental eine ungemein große Herausforderung, ich stand durch den Frühstart und die Verwarnung (wegen Pumpens) bereits gehörig unter Druck, hatte aber immer eine passende Antwort parat.“ Andreas Geritzer (30) hat rechtzeitig zu alter Stärke zurückgefunden und im Rahmen der 40. Semaine Olympique Francaise mit Platz drei (4. Rang im Medal Race) seine Weltklasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nach der verpatzten WM bereits etwas ratlos, gelang dem Neusiedler vor knapp vier Wochen bei der Trofeo Princesa Sofia (Palma) mit Platz vier das heiß ersehnte Umkehrschwung, nun scheint der Weg nach Peking endgültig geebnet. „Mein Ziel war und ist eine Medaille, alles andere wäre unglaubwürdig“, so der Olympia-Zweite von Athen, der sich ab sofort der Vorbereitung auf Qingdao widmet.

 

Großer Schritt Richtung Peking

Als Siebenter des Medal Race schließt Andreas Geritzer die Regatta vor Palma auf Rang fünf ab.

Ein Ergebnis, welches als A-Kader Leistung gilt und den Lasersegler Peking 2008 einen großen Schritt näher bringt. Der 30-jährige Neusiedler, der Österreich als Nation bereits bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr qualifizierte, benötigt für seine dritte Olympia-Teilnahme lediglich eine Bestätigung in Form einer B-Leistung. Im Idealfall wäre der Olympia-Zweite nach der Semaine Olympique Francaise, Ende April, für Peking qualifiziert. „Nach der langen Durstrecke und der missglückten WM tut die Leistung und natürlich auch das Ergebnis sehr gut. Ich habe nie an mir gezweifelt, doch der Druck war mittlerweile schon gewaltig, allzu viele Qualifikationsmöglichkeiten gibt es schließlich nicht mehr“, so Geritzer, der nach einer Woche Heimurlaub vor Hyeres wieder seine Trainingszelte aufschlägt.

Laser/ Endstand nach 9 Wettfahrten, ein Streichergebnis:

1. Paul Goodison               GBR       25 (2, 2, (7), 1,4, 2, 5, 1, 8)

4. Andreas Geritzer     AUT       52 (3, 2, 9, (16), 1, 5, 16, 2, 14)

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LASER-Weltmeisterschaft, 07.-13. Februar 2008, Terrigal/Australien

 

 

    

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